Die Kleinfeld Open 2005 präsentiert von:



EM-Tippspiel



KTG

Ewiges Talent oder Geheimfavorit?




Von links oben nach rechts unten. Markus Patzek, Axel Kirchhausen, Luca Schulz, Peter Kirchhausen, Oli Thelen, Tim Petzinna, Jan Schumacher, Tobias Wiesner

Auch 2005 streben die Jungs vom Biberweg wieder nach der Krone im deutschen Fußball. Nachfolgend das Line-Up des ewigen (ehemaligen?) Geheimtipps:

Tor:

Olli Thelen

Der Elfmeterkiller von 2002 schließt sich heuer reumütig wieder dem Team der KTG an. Letztes Jahr noch hat „der Mönch“ unter dem Vorwand einer lächerlichen Krankheit das Turnier sausen lassen und ein Torwartproblem heraufbeschworen, in dessen Verlauf der gelernte Flankengott Luca Schulz das Tor hüten musste. Im Trainingslager-Exil von Eintracht Antwerpen konnte er sich fit halten. Thelen: „Ich bin bereit!“

Frank Böhmer

Harte Konkurrenz aus den eigenen Reihen bekommt Thelen von Neuzugang und Handballtorwart-Legende Böhmer, den Teammanager Axel Kirchhausen aus dem Hut gezaubert hat und ihn wie folgt beschreibt: „Ihm eilt der Ruf voraus, die Bälle mit dem Mund zu fangen. Da habe ich nicht lange gezögert.“

Defensive:

Einen herben personellen Verlust haben die KTG’ler in der Verteidigung zu verzeichnen: Jan Schumacher wird sich dieses Jahr dem Team von Blau-Weiß anschließen, „um endlich mal befreit aufspielen zu können.“ Der Anspruch nach Titeln sei ihm bei der KTG einfach zu groß geworden und suche nach einer neuen Herausforderung bei einer aufstrebenden Nachwuchsmannschaft. Seinem Wunsch kommt die sportliche Leitung der KTG letztlich gerne nach, da die langwierigen Vertragsverhandlungen zu Unruhe im Team geführt hatten. „Jetzt wurde endlich ein Schlussstrich unter dieses leidige Thema gezogen und es kann Ruhe einkehren. Schumacher ist sportlich sicherlich ein Verlust, doch auch er ist ohne weiteres ersetzbar. Nächstes Jahr kehrt der robuste Tim Petzinna wohl wieder ins Team zurück, dann spricht über Schumacher keiner mehr“, so Kapitän Tobias Wiesner.

Luca Schulz zum Beispiel könnte diese Lücke spielend füllen. Seine letztjährige Galavorstellung, als er im entscheidenden Spiel gegen die Brutalinhos seiner Gegenspielerin Anja S. (von hinten) zwischen die Beine grätschte und daraufhin in unnachahmlicher Manier einschoss, ist heute noch Gesprächsthema Nr. 1 an etlichen Stammtischen. Schulz dazu lapidar: „Da hat meine Erfahrung eine entscheidende Rolle gespielt. Jetzt weiß sie endlich, wo der Frosch die Locken hat.“

Axel Kirchhausen

Aufgrund seiner überragenden Leistungen als Torhüter im Gründungsjahr der Kleinfeld Open (Gegentorschnitt nur 7,67) stand auch Kirchhausen kurz vor einem Wechsel zu Blau-Weiß, um dort den formschwachen Alexander Morel im Kasten zu beerben. Letztlich scheiterte der Wechsel aber an der hohen Ablösesumme, die die KTG für ihn forderte. Somit erfüllt KTG-Urgestein Kirchhausen weiterhin seine Mission als Team-Manager und gibt sogleich die Marschroute vor: „An der Theke belegen wir alljährlich Spitzenpositionen. Diesmal muss auch auf dem Platz endlich mal der Knoten platzen!“

Pete Kirchhausen

In Sachen Erfahrung macht ihm niemand was vor, in Punkto Kondition erst recht keiner. „Die Lunge“, so sein Kampfname, wird im Aufwärmprogramm einen Ultra-Triathlon und 65.000m im SVK Becken hinter sich bringen, um dann direkt zu den Grünhemden zu stoßen. „Der soll lieber mal seine Ballbehandlung trainieren, um meine genialen Pässe verarbeiten zu können“, so Teamkollege Schulz. In der Tat ist Kirchhausen meist schneller als der Ball an seinem Fuß.

Offensive

Alex Tysl ist als einer der Gründungsmitglieder des KTG Teams kaum mehr wegzudenken aus der Stammformation. Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor erlebte bei den letzten KFO beim Spiel gegen die Mädels I ihren Höhepunkt, als er seine Gegenspielerinnen wie Slalomstangen stehen ließ und mehrfach ins Schwarze treffen konnte. Trotzdem wird eine weitere Leistungssteigerung von ihm erwartet: „Er ist etwas zu ballverliebt und zudem sehr verletzungsanfällig. Von ihm erwarten wir dieses Jahr eine wahre Explosion“, wird die sportliche Leitung zitiert.

Diese soll durch die genialen Zuckerpässe von Kapitän Tobias Wiesner herbeigeführt werden. Wiesner, letztes Jahr ein Schatten seiner selbst, hat sich in den letzten Monaten laut eigener Aussage „schöön gedehnt“ und sowohl Beruf als auch Parties und das andere Geschlecht aus seinem Leben verbannt. Seinen Spitznamen „die schnellste Zunge vom Niederrhein“ will er sukzessive vergessen machen. „Für mich zählt nur noch sportlicher Erfolg, alles andere ist zweitrangig.“

Paul Küpper, einer der Nachwuchsstars der KTG, konnte bei den letzten Open noch nicht sonderlich in Erscheinung treten. Gerade aus diesem Grund erwartet die sportliche Führung dieses Jahr einiges von dem jungen Talent. Sportskamerad Tysl dazu: „Ja, wir erhoffen dieses Jahr ein Feuerwerk von sprühenden Ideen und auch mal den schnellen Torabschluss von Paul. Das hängt allerdings von seinem Terminkalender ab.“ So kann es sein, dass Küpper nach der Hälfte des ersten Spiels zum Handball, dann auf ein Konzert und anschließend zum Zivi-Lehrgang muss. Die abendliche Players-Party musste er bereits absagen: „Da hab ich nen Friseurtermin.“

Hoffentlich für die gesamte Veranstaltung wird Elmar „Vamos“ Puzic dieses Jahr die Schuhe für die KTG schnüren. Letztes Jahr noch extra zum Achtelfinalspiel gegen die Mädels der Brutalinhos aus der kroatischen Adria eingeflogen, hoffen die Verantwortlichen diesmal auf konstantere Vorstellungen des temperamentvollen Frauenschwarms. „Spätestens bei der 3. Halbzeit werde ich richtig Gas geben!“ verspricht Puzic. Man darf gespannt sein.

Rick van Hüllen, der diesmal ohne seinen kongenialen Mittelfeld-Strategen Markus Patzek auskommen muss, verspricht trotzdem ein heißes Fußball-Fest. „Diese Situation sehe ich als Chance für mich. Verstecken ist nicht mehr, ich werde das Zepter in die Hand nehmen und mich konsequent auf meine Aufgabe konzentrieren“, wird der Alt-Internationale (Bockumer SV, TuS Gellep, Preußen Krefeld) zitiert.

Das Augenmerk der gesamten Fußballnation wird sich dieses Jahr auf Chris Lemke richten. Der filigrane Ausnahmetechniker gilt unter Experten als eine der spektakulärsten Neuverpflichtungen des Turniers, konnte er doch in den letzten Jahren durch diverse Kabinettstückchen beim Team Chaos aufhorchen lassen. Der Vollblutprofi wird zudem unter extremer psychischer Belastung stehen, da seine ewige sportliche Rivalität zu dem Teamcaptain der Brutalinhos, S. Teuwen, genauestens durch die Medien beobachtet werden wird.

Zu guter Letzt soll in diesem Jahr wieder Ingo Sommer eine Chance bekommen. Sommer, der durch seine ausschweifenden Party-Ekzesse ins sportliche Abseits gerutscht ist, sollen einige wenige sporadische Einsätze gegönnt werden, um ihn wieder an das hohe KTG Level heranzuführen.

Axel Kirchhausen, 02.06.05